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Einleben und Entdecken

In der Phase der Eingewöhnung und des Einlebens in die neue Umgebung lernt das Kind zunächst den Gruppenraum und das Außengelände mit all den zur Verfügung stehenden Spielmöglichkeiten, die Gruppenmitglieder und die Erzieher/innen kennen. Wichtig ist dabei, dass die Kinder sich wohl fühlen und genügend Zeit haben, die Spielmöglichkeiten zu entdecken.


Deshalb nutzen wir mit den Kindern intensiv die Freispielphase, die einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellt, als z.B. die Projektarbeit. Die Kinder
können in der Freispielphase

  • ihren Spielort (z.B. Puppen-, Bau- oder Kreativecke)
  • ihre Spielpartner
  • ihr Spielmaterial
  • ihre individuelle Spieldauer
  • verschiedene Materialien selber auswählen.

 

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Wir beobachten das Kind in seiner Spiel-, Beschäftigungs- und Experimentierphase und lernen so seine Persönlichkeit sowie seine Fähig- und Fertigkeiten kennen u. nehmen Entwicklungsschritte und Defizite wahr.

Kinder lernen und profitieren voneinander im Spiel: Freunde finden und Freundschaften pflegen, Ihre eigene Meinung vertreten und nachgeben, verlieren können und Konflikte lösen.

 

Bei diesen Lernprozessen begleiten und unterstützen wir die Kinder, helfen wenn Hilfe eingefordert wird oder bieten Hilfe an, wenn es notwendig erscheint.

 

Wir entwickeln mit den Kindern gemeinsam Lösungsmöglichkeiten und werden so für sie vertraute und verlässliche Bezugspersonen. Wie eng die Eingewöhnung mit sozialem Lernen zusammenhängt, zeigt das offene Frühstück.

 

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Offen bedeutet, jedes Kind kann für sich entscheiden, wann es frühstücken möchte; der Ablauf allerdings ist festgelegt. Ein Tisch für 6 Kinder wird von einer/m Erzieher/in eingedeckt.

 

Der Ablauf: Händewaschen – Kindergartentasche holen und auspacken – Getränke einschenken (auch gegenseitig) – Nach dem Frühstück evtl. Reste in die Dose legen – Tasche wegpacken (damit sie nicht im Weg ist) – abdecken – Tisch abwischen – neu eindecken – Geschirr abwaschen, abtrocknen, einräumen – Zeichen* von der Magnettafel nehmen.

 

(*Jedes Kind hat für seinen Garderobenplatz, sein Handtuch und die Postecke sein individuelles Zeichen). So haben wir einen guten Überblick, wer an das Frühstück erinnert werden muss.

 

Jahresablauf

Für Kinder ist die Befriedigung zweier Bedürfnisse besonders wichtig:

  • Kontinuität, d.h. verlässlicher, vertrauensbildender Gleichklang im Lebensablauf – bezogen auf Bezugspersonen, Tagesgeschehen und Räumlichkeiten.
  • Befriedigung der Neugier, d.h. kennenlernen, begreifen und erobern der Welt außerhalb des beschützenden Rahmens.

 

Regelmäßige, wiederkehrende Abläufe und Fixpunkte sind unter anderem der Stuhlkreis, freies Spielen im Haus oder auf dem Außengelände und das offene Frühstück. Sie geben dem Tagesablauf Struktur, den Kindern Sicherheit und Halt und die Möglichkeit, sich einzuleben.

 

Darüber wird im Kapitel Förderung ausführlich berichtet. Das Kennenlernen und Erobern der weiteren Umwelt beginnt mit der Nutzung zusätzlicher Räumlichkeiten in der Einrichtung und Besuchen in anderen Gruppen. Danach geht es „außer Haus“! Verbindlich für alle sind die Waldtage.

 

Sie lassen die Kinder die Schöpfung wahrnehmen, die Natur erleben und erforschen. Weitere Erkundungen sind die Besuche öffentlicher Spielplätze, der Husumer Museen, der Feuerwehr, der Polizei, des Krankenhauses, einer Bäckerei, der öffentlichen Bücherei und der Kirche.

 

Hohen Stellenwert haben auch die Vorbereitung und Durchführung der Feste; u.a. kirchliche Festtage, das Lichterfest, Fasching und Sommerfest. Für die Kinder ist die Teilnahme ihrer Familienangehörigen ein Bedürfnis.